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Mit Chören aus Havelberg und Berlin, Solisten und dem Leipziger Bachorchester

Händels "Messias" erklingt am 3. Oktober im Dom

Von Klaus-Joachim Lasch
 

Havelberg. Im Jahr 2009 war vom Havelberger Kantatenchor bisher nichts zu hören. Nun ist es so weit : Am Sonnabend, dem 3. Oktober, wird das gewaltige musikalische Werk " Der Messias " von Georg Friedrich Händel im Havelberger Dom aufgeführt. Beginn ist um 16. 30 Uhr. Vor acht Jahren, am 7. Oktober 2001, führten der Havelberger Kantatenchor, die Chöre der katholischen Gemeinde " Maria Frieden " und der Chor der Martin-Luther-Gedächtnisgemeinde Berlin, Solisten und das Bachorchester Leipzig den " Messias " erstmalig in Havelberg auf, kurz danach in Berlin.

Nach anstrengender Probenzeit für alle drei Chöre wurde das Werk in diesem Jahr erneut einstudiert und bereits am vergangenen Sonnabend in Berlin aufgeführt. Eine völlig ausverkaufte Kirche mit viel Beifall am Schluss zeugte von einer erstklassigen Darbietung. Die Leitung hatte Michael Streckenbach. Der Havelberger Domkantor Gottfried Förster, der das Werk an diesem Sonnabend leitet, schätzte ein, dass das Niveau der Aufführung von 2001 wieder erreicht wurde. Erneut musiziert das Leipziger Bachorchester im Dom. Alle Solisten sind den Havelbergern bekannt. Sie sangen 2007 in gleicher Besetzung das Weihnachtsoratorium.

Händel ( 1685 bis 1759 ) wurde in Halle geboren, verbrachte aber die längste Zeit seines Lebens in London, begeistert vom dortigen Theaterleben. 40 Opern, daneben 21 Oratorien und viel Vokalmusik entstanden dort. 1742 erlebte er mit seinem " Messias " einen triumphalen Erfolg bei der Uraufführung mit 400 Sängern.

In Havelberg werden es etwa 130 Sänger sein, der Text wird auf deutsch gesungen. In dem dreiteiligen Werk wird die Geburt Christi angedeutet, verkündet sollte sie in alle Welt werden : Der Heiland ist da. Eng mit dem Bibeltext verknüpft, wird über Leben, Wirken, Verfolgung, Verurteilung und Hinrichtung berichtet. Während die Solisten die Handlung vorantreiben, sind es die herrlichen Chöre, die dem Werk seine Einmaligkeit verleihen und das Volk verkörpern.

Musikfreunde werden besonders auf die großen Chöre gespannt sein, dazu zählt der weltbekannte " Halleluja " - Chor, eine froh gestimmte Lobpreisung Gottes am Ende des zweiten Teils. Der dritte Teil beinhaltet mit wunderschöner lyrischer Musik die Auferstehung des Heilands mit der Hoffnung auf eigene Auferstehung. Die Chöre " Würdig ist das Lamm, das da starb " bis zur mächtigen beeindruckenden Fuge " Amen " bilden den Schluss.

Die Berliner und Havelberger Sänger freuen sich auf die große Aufführung im herrlichen Dom.

(05. Oktober 200)

Zur Konzert-Würdigung ("Volksstimme.de")

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