Die Choralschola der Gemeinde Maria Frieden

in  Hagen  (mit Haspe)  und Meschede, 28. bis 30. Mai 2010

  Am 28. Mai startete die Choralschola zu einer Konzertreise nach Hagen in Westf. Der dortige Organist, Herr Schröder von der St. Meinolf-Kirche, der in der Vergangenheit auch schon einige Konzerte in Maria-Frieden ausgeführt hatte, hatte die Schola zu einem Alternatim-Konzert (Orgel/Schola) nach französischer Musikliteratur eingeladen.
Als der Aufführungstag nahte, fühlten wir jedoch etwas Unbehagen, denn aufgrund persönlicher Gründe konnten wir nur mit fünf von ursprünglich zugesagten acht Sänger/innen anreisen. Doch trotz aller vorherigen beklemmenden Bedenken füllten wir mit Hilfe der hervorragenden Akustik den dortigen Kirchenraum und es machte uns Freude  das Konzert zu bestreiten. Es wurde ein Erfolg.
Aber auch neben dem Konzert hatten wir schöne Erlebnisse, wie ein abendliches Volks- und Wanderliedersingen (incl. Teile der Komplet) an einem wunderschönen Aussichtspunkt, einen Spaziergang am Hasper Stausee und ein gemeinsames Abendessen nach dem Konzert mit den Mitwirkenden aus der dortigen Gemeinde.
Zum Abschluss fuhren wir noch nach Meschede in das dortige Benediktinerkloster. Dort wollten wir während der Sonntagsmesse richtigen „Choral-Profis“ zuhören. Doch zu unserer Überraschung konnten wir feststellen, dass wir als Laienschola von Maria-Frieden mit unserem Gesang selbst gegenüber den dortigen Benediktinermönchen doch einen beachtlichen Standard erreicht haben.
So haben wir mit gestärktem Selbstvertrauen dann den Heimweg angetreten.
Norbert Nakielski                                                                       
(aus: Deine Gemeinde Maria Frieden, Juli 2010)
 

  noch schnell ein kurzes Feature...

Eigentlich dachten wir, vier Sänger und eine Sängerin der Choral-Schola unserer Gemeinde, dass wir am Samstag, den 29. Mai 2010, in der Pfarrei St. Meinolf in Hagen im wesentlichen einige unserer Standard-Gesänge vom Pfingstfest darbieten würden. Bei den dortigen Proben am Vormittag bemerkten wir am ausliegenden Programm aber ganz schnell, dass wir schon seit Januar in die Orgelkonzertreihe des Kirchenmusikers jener Gemeinde eingefügt waren. So wurde uns auch schnell klar, dass wir nochmals sehr intensiv und sehr genau alle einzelnen Gesangsstücke miteinander akkurat proben mussten.

Worum ging es eigentlich? Der Organist Helmut Schröder aus der Pfarrei St. Meinolf in Hagen hatte Michael Streckenbach gefragt, ob wir eine Einladung zum Vortrag gregorianischer Gesänge annehmen würden. Schon im vorigen Jahr hatten wir also für ein Wochenende Ende Mai zugesagt. Als Gesangsstücke hatten wir das Proprium des Pfingstfestes zentral vorgesehen. Außerdem gedachten wir ein Kyrie oder Gloria einer Ordinariums-Messe aus dem Gotteslob zu singen. Dazu kam dann noch ein gregorianisches Te Deum von Marchand, den man in der Musikgeschichte als Konkurrenten von Bach kennen gelernt hatte. Nach dem Erstkontakt mit dem Te Deum drängte sich uns allerdings mit zunehmender Intensität ein deutlicher Respekt vor den ungewohnten Klanglinien auf.

Dass es ein vorgegebenes Impro im Französischen gibt, war für uns alle neu und wir waren über die erste Probe hinweg. Dabei stellten wir fest, dass es für uns wichtig sei genau darauf zu achten (hören), wie die letzten Töne und besonders welcher Ton der letzte des Organisten ist, dann diesen vorgegebenen Ton und Rhythmus dem instrumentalen Stück adäquat abzunehmen, um harmonisch vom instrumentalen zum gesanglichen Szenario eine Brücke zuschlagen.

Die Proben forderten viel! Doch mit der Stütze der bekannten Stücke unseres Repertoires und den Gesprächen, welche sich aus den Proben ergaben, schöpfte die Gruppe Kraft und fand unter der Leitung (Führung) von Michael Streckenbach dem Altar im Rücken und der angenehmen Akustik der Kirche mit deren gespannten Publikum einen Weg zur Umsetzung und sorgte dafür, dass das Publikum eine Zugabe forderte, welcher die Choral-Schola gern nachkam.

Mike Müller und Alfons Knak-Hermanns

 

v.l.n.r.:   Norbert Nakielski, Helmgard Schmidt, Michael Streckenbach,

Alfons Knak-Hermanns, Mike Müller, Claudia Holtschke

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30.05.2010